Tag 5: Auf breiten, leeren Straßen

Ich schulde Euch noch ein Foto von meinem gestrigen Abendmahl….Würstchen mit Kartoffelbrei und ganz viel Restkäse. Nahrhaft…..zum Nachtisch veganen Joghurt. Aus Versehen gekauft, aber lecker, mit komischen Klümpchen.

Nachdem mich die Sensenmänner geweckt hatten, gings rasch los. Alles gepackt….die Schuhe sind von gestern natürlich noch pitschpatsche nass. Den Rest konnte ich gegen trockene Sachen wechseln.

…..und dann gings erstmal 15 km bergab. Mein heutiges Ziel ist Jaca. Das ist die größte Stadt, die ich durchquere, und jene, die am weitesten vom Pyrenäenkamm entfernt ist.

Die Straßen hier sind oft auffällig breit und gut ausgebaut. Dabei kommt gerade mal alle 10 Minuten ein Auto vorbei. Wenn überhaupt. Gefällt mir nicht so. Ich habe lieber kleine gewundene Bergsträßchen. Hier hat man ständig das Gefühl, man fährt von der Größe her auf einer deutschen Bundesstraße ….mir reichen 2 m Asphalt, ohne Markierungen und Leitplanken….

Schon besser😀😀! Das sind meine Straßen. Auf der ging es den heutigen Pass hinauf. Ja, richtig gelesen: Heute nur ein einziger Pass mit nur knapp 500 Höhenmeter 😪

Oben auf der Passhöhe steht diese interessante Schutzhütte. Den Schatten nutze ich zum Mittagspicnic

Das Schild ist ausgesprochen hübsch, aber es verspricht ein wenig viel. So „magisch‚ ist das Bergdörfchen dann auch nicht…

Erinnert mich vom Baustil an die Auvergne. Jedenfalls schon ganz anders als im Baskenland.

Ja, ein paar Berge waren natürlich auch zu sehen….

An denen kann ich selbstverständlich nicht vorbeiradeln🙂. Der Blick in die andere Richtung zeigt, wie einsam das hier ist. Obwohl Jaca nur noch 7 km entfernt ist.

Es ist so wenig Verkehr, dass ich mich sogar dabei erwische, entgenkommende Motoradfahrer zu grüßen. Soweit bin ich schon🙃

Dieser Bande wollte ich beibringen, die La-Ola-Welle zu machen, wenn ich an ihnen vorbeifahre. Sollte für spanische Hühner ja kein Problem sein….naja die Aufstellung in Linie hat schonmal ganz gut geklappt. Wir üben weiter 😀. Obwohl, die Welle stammt ja aus Mexiko 🤔…Dann sind die Hühner natürlich entschuldigt.

Nach dem Einkaufen in Jaca geht es für heute Nacht auf diesen kleinen, sympathischen Campingplatz. Ruhig, alles topp gepflegt mit viel Liebe zum Detail. Ich kann sogar meine Esssachen in den Kühlschrank legen, super. Grünen Rasen darf man hier natürlich nicht erwarten.

Heute ist dann mal Waschtag. Das gilt sowohl für die ‚Verpackung“ (siehe Foto) als auch für den Inhalt (nicht im Bild)….🙂👋👋

2 Gedanken zu „Tag 5: Auf breiten, leeren Straßen

  1. Hallo Uli, gerne würde ich vorbeigekommen und dir deine Schuhe trocknen – so wie du meine nassen Schuhe mal bei euch mit dem Föhn getrocknet hast.
    30 kg Gepäck zu transportieren ist eine echte Herausforderung bei den Höhenmetern.
    Tolle Fotos! Ich wünsche dir noch viel Spaß!
    Herzliche Grüße, Ruth

  2. Hi Uli,

    Respekt vor deinem neuen Projekt. Schätze mal, irgendwann wird es dir auf diesem Erdballen zu klein und du musst dich anderweitig umsehen! Nachdem du so Probleme mit dem Internet hast, gehe ich davon aus, dass du das Jahrhundertspiel von gestern nicht verfolgen konntest. Wahrscheinlich das einzige Manko deines Trips. Werde diesen auf jeden Fall weiter verfolgen, als Pensionär hat man ja Zeit.

    Gruß und gutes Gelingen
    Michael

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