Erstmal sorry, dass ich erst am Tag 4 dazu komme, etwas zu Tag 2 zu schreiben. Die Baskischen Berge sind ein einziges Funkloch. Naja, ich habe mir diese Gegend aber auch gerade ausgesucht, weil sie so menschenleer ist. Also mein Blog war für mich nicht erreichbar. Heute bin ich extra noch auf einen Pass hochgefahren, damit ich Netz habe und berichten kann…😀
Also zurück zu Tag 2: Nach einer eher kurzen Nacht auf dem rummeligen Zeltplatz in Spanien ging es über den ersten richtigen Pass wieder zurück nach Frankreich.

Der Pass heisst Puerto de Izpegi….jedenfalls in meiner Karte. Auf dem Passchild stand irgendwas anderes, vermutlich auf baskisch….


Die Straße schlängelte sich etwa 400 m toll den Berg hoch. Ich mag solche Serpentinen, weil man da so schön sieht, was man schon geschafft hat. Hinter dem Pass sah es dann so erstmals richtig nach Gebirge aus.

Auf dem Bild ist zufällig auch das einzige Wolkenloch des Tages zu sehen. Der Rest war trübe, aber kein Regen. Immerhin….Der Pass ist die Lücke oben rechts.
Im französischen Tal erledigte ich noch ein paar Einkäufe in St. Etienne Baigorry. Das letzte Mal, dass ich mich beim Einkaufen verständigen kann….Spanisch ist nicht so mein Ding….☺️
Von dort ging es dann eine kleine Straße hoch zurück nach Spanien. Sie führten mich 21 km recht einsam auf über 1.000 Meter. Damit habe ich dann so ungefähr meine Reisehöhe für die Pyrenäenquerung erreicht.

Als ich diese Straße bei meiner Planung im Dezember 24 auf der Karte entdeckt hatte, war mir klar: Die muss ich fahren. Und habe die Route dann danach ausgerichtet. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Schön einsam, in 3 Stunden begegneten mir 3 Autos….und diese 3 drollig Gesellen. Sie sind etwa 3 km die ganze Zeit vor mir hergehoppelt.

Unten gab es noch ein paar Bauernhöfe. Und einer der Bauern hat offensichtlich echten Sinn für Ästhetik bewiesen: Seine SilageRollen sind wirklich extrem exakt im leichten Bogen ausgerichtet…

Echte Land(wirt)-Art….😀

Kurz vor der spanischen Grenze gab es dann diesen Top-Zeltplatz. Ich hatte ihn während der Planung schon im GoogleStreetview entdeckt und vorgemerkt. Kein Vergleich zu meiner letzten Nacht auf der Wiese vor dem Campingrestaurant…..


Es gab sogar einen Wasserhahn (habe mich ausgiebig gereinigt😀) und am Abend kam noch ein Wanderer, der ebenfalls in der Nähe sein Zelt aufschlug. Es war ein Franzose, der dasselbe Ziel hat wie ich: Banyuls am Mittelmeer. Er will die Strecke in 40 Tagen bewältigen….Es war eine ruhige Nacht.
Schön, wieder von Dir zu hören