Tag 13: Repsol meine Rettung

Nach der Übernachtung auf dem Coll d‘ Arrat: Wie jeden Morgen muss der ganze Kram aufs Rad….Das Frühstück bestand heute nur aus Müsli. Brot war ja keines mehr da…..😏Die Nacht war ausgesprochen kalt: Am Morgen zeigte mein Thermometer nur 3 Grad an. Selbst auf 1.300 Meter Höhe hätte ich das im Sommer nicht erwartet…

Zum Glück war der Schlafsack warm genug….

Schon ordentlicher….und gleich kann es losgehen. Erst 400 m runter, und dann wieder 900 m hoch bis zum Col de Josa. Und dahinter wartet dann endlich in Gosol ein kleiner Laden zum Einkaufen.

Wieder eine wundervolle Abfahrt.

Offensichtlich erwarten die hier tatsächlich bald den ersten Schnee…😲. Der Schneepflug steht schon mal bereit.

Zur morgendlichen Abfahrt trage ich lieber mal die warme FleeceJacke..

Diesen lächerlichen Rekord von 30 km/h kann ich bergrunter natürlich überbieten😃. Naja ist ja auch nur ein kleiner „Recordi„…(Im Ernst: Man merkt, dass man in Katalonien ist. Sonst stand da immer „Recuerde“ oder so ähnlich unter den Schildern. So wie in Frankreich „Rappel“…)

Das ist jetzt wirklich das allerletzte Essensaufgebot. Die Wurst wird einfach schier gegessen. Danach wäre nur noch etwas Käse übrig….

Aber zum Sattwerden reichts…

Ich glaube, ich habe 5 Minuten versucht, sie zu überreden, doch mal den Kopf zur Kamera zu drehen….Kühe können echt sowas von Stur sein….

Endlich ist der Col de Josa so gegen 15.30 Uhr erreicht. Hier waren noch nichtmal die Schwaben mit ihrem aufdringlichen Aufkleber🙂. Gleich weiter runtergebraust zum 2 km entfernten Gosol. Doch – oh Schreck – der kleine Laden hat zu. 😵 Er macht erst um 17.00 Uhr auf. So lange will ich nicht warten…..

Also geht es mit leeren Taschen weiter runter, an diesem beeindruckende Berg vorbei, dem Pedraforca. Weiter talabwärts gibt es ein weiteres Dorf, in dem auf meiner Karte ein Bäcker eingetragen ist. Ich fahre extra 50 Höhenmeter dort hinauf, doch ein Mann macht mir klar: Panaderia cerrada, Bäcker zu. So langsam gerate ich in echte Essenspanik. Wer mich kennt, weiß, dass ich vor nicht so viel Angst habe, wie vor einem Hungerast …Doch: Aus dem Haus ruft seine Frau irgendwas von: „Gasolinera“ hinaus…Der Mann wiederholt das Wort und deutet nach unten. Ein Blick in DeepL macht meine Ahnung zur Gewissheit: „Tankstelle“ heißt das….Und wirklich: Nach 2 km taucht sie auf: Repsol, meine Rettung

Denn da gibt es nicht nur Brot, sondern auch noch Kittkatt und Crunch als leidlichen Ersatz für die abendliche Schokolade. Und es wird eine lokale Wurst verkauft, deren Aussehen mich zunächst etwas misstrauisch macht. Aber mangels Alternative schlage ich zu.

Und ich muss sagen: Die Repsol-Wurst wird mein liebster Begleiter für den Rest der Tour….vielleicht eine Spur zu pfefferig, aber sehr lecker und nahrhaft. Außerdem bietet mir der Tankwart noch 2 Croissants vom Vortag für den Preis von einem. Ein Angebot, das ich selbstverständlich nicht ausschlagen kann 😀.

Heute geht’s mal wieder auf einen Campingplatz. Warme Dusche ist dringend von Nöten.

Allerdings erscheint mir die Preisgestaltung mit 43 Euro für ein kleines Zelt, Mensch und Fahrrad doch etwas arg fragwürdig….Aber geschlafen habe ich prima🙂

6 Gedanken zu „Tag 13: Repsol meine Rettung

  1. Guten Morgen Uli,
    Du gast es geschafft .Auch ich gratuliere Dir .Vieeeeeeelen Dank für die tollen Berichte und Bilder.🤗
    Dann hab noch zwei erholsame Tage und eine gute Heimfahrt.🚌
    Lg Anja

  2. Ich habe gerade deine Interessenten aber auch zum Teil lustigen Berichte gelesen . Ich freue mich schon auf die nächsten,wenn es auch bald die letzten sein werden . Ich sitze noch unter der Terrasse und beobachte den großen vollen Mond der den Nachthimmel erleuchtet .

  3. Deinem Whatsapp -Status nach zu urteilen bist du ohne zu Verhungern am Ziel angelangt. Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich dich beglückwünscjen soll, das du die anstrengende Tour erfolgreich beendet hast oder bedauern, dass das Abenteuer vorbei ist.

    • War ja klar, dass es irgendwann vorbei ist…deshalb gerne einen Glückwunsch….wobei soooo anstrengend war das gar nicht. Außer am Tag 15….davon berichte ich dann bald. Jetzt sitze ich in einem Appartement in Banyuls und baue langsam einen kleinen Stapel Arbeit ab, der sich angesammelt hat….Dienstag fährt der Flixbus. Das wird dann nochmal abenteuerlich befürchte ich 🙂

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