
An dieser Baustelle wäre meine Radtour um ein Haar beendet gewesen, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat…….Auf meiner Karte war da oben ein Picnicplatz verzeichnet und ich wollte checken, ob ich dort übernachten könnte. Doch dort wird jetzt eine Liftstation gebaut. Um die Umgebung zu Fuß zu erkunden, hatte ich das Rad am Wegesrand abgestellt. Plötzlich kam ein kleiner Pritschen-LKW mit Bauarbeitern den Weg rückwärts (!) hochgebraust. Und der Fahrer war ins Gespräch mit seinen Kollegen verieft…..“Der wird ja wohl das Rad sehen“, dachte ich, doch Pustekuchen. Er hielt volle Lotte darauf zu. Ich war etwa 30 m entfernt und schrie wie am Spieß STOP, ARRETEZ!!! Der Fahrer guckte erstmal verständnislos, stoppte dann aber doch. Genau 10 Zentimeter, bevor er mein neues Fahrrad plattgewälzt hätte. Puh, das war knapp!

Dabei hatte der Tag eigentlich ganz normal begonnen. Nach dem Frühstück habe ich den defekten Reifen geflickt und die Gangschaltung justiert. Gegen 9 ging es dann auf die Piste. Zunächst durch das hübsche Saanen (im Bild oben).

Es wird ernst. Die ersten Schneeberge bauen sich vor mir auf. Heute gehts auf 1800 m hinauf.

Wirklich sehr eindrucksvoll. Das ist der Oldehore mit 3120 m. Aber wenn ich oben bin, werde ich erstmals den Mont Blanc sehen.

Unterwegs erreiche ich die französische Schweiz. Endlich kann ich die Leute verstehen, wenn sie mich freundlich ansprechen. In der „deutschspachigen“ Schweiz ist das schon schwieriger🙂. Aber auch dort waren die Leute supernett und haben rasch auf Hochdeutsch gewechselt…..

Dennoch Vorteil Franko-Schweiz: Hier herrscht dieselbe Top-Picnic-Kultur wie in Frankreich. Hier mein Mittagstisch…..

Und das war der Ausblick vom Picnicplatz. Ab hier ging es dann richtig hoch auf den Col de la Croix.

Fast 9 % Steigung im Schnitt. Da verfluchst du jedes Flachstück, weil du weißt, du musst es später teuer bezahlen. Und so früh im Jahr bin ich noch gar nicht richtig trainiert. Schnauf🙂

Irgendwann war ich dann doch oben (kurz vorher spielte sich das eingangs geschilderte Fast-Drama ab). Wenn ich 4 Tage später hier wäre, könnte ich hier oben die Tour de Suisse verfolgen. Hier gibt es auch einen kleinen Kiosk. Weil das Kartenlesegerät defekt ist, und ich keine Franken habe, schenkt mir die freundliche Wirtin eine kalte Cola. Echt mein Glückstag heute🙂

Kurz unterhalb des Passes schlage ich mein Nachtager an einem Feldweg auf. Hier oben ist es recht einsam, sodass ich keine Bedenken wegen Wildzelten habe. Weiter unten im Tal hätte ich mir das in der Schweiz nicht getraut. Alles eher dicht besiedelt.
Der hl. Christophorus ist Schutzheiliger der Reisenden und am 25. Juli ist sein Gedenktag🍀👍🙏 ich wünsche Dir viel Spaß weiterhin und 🍀🌸😘
Du meinst, ich soll dann am 25. Juli eine Kerze für ihn anzünden? Ich überleg’s mir wenn ich heil in Nizza ankomme 🙂👋
Interessante Kombi: Oldschool radeln und Campen, aber kein Bargeld dabei haben 😉
Aber obwohl, Gravelbiken ist trendy, passt also doch…
Auf jeden Fall freue ich mich auf die weiteren Berichte und viel Glück!
Habe ja Bargeld, nur nicht in dieser Neben-Währung….Bin ja auch bald schon wieder im Euroland….
Hut ab. Schon gleich am Anfang – Aufregung und Aufstieg pur.
Drücke die Daumen auf sonniges Radeln und Abenteuer im homöopathischem Dosen.
LG Rita
Die Homöopathen sagen zu sowas “ Erstverschlimmerung“. Also mir wärs Recht, wenn es jetzt weniger Aufregung gibt….
Hallo Uli, schon ganz schön viel Aufregung für 48 Stunden!!! Bin gespannt, wie es weitergeht bzw. -fährt. Und drücke die Daumen, dass alles letztendlich glatt geht. Viele Grüße aus Bietschied!
Ja, ist etwas spannender als Fußball WM oder Doppelkopfspielen. 🙂✌️. Aber es kommen bestimmt noch entspanntere Tage.