Tag 6: Auf breiten vollen Straßen

Das ist der Blick von meinem Campingplatz bei Jaca Richtung Pyrenäen. Der Stapel Heuballen wurde bis 12 Uhr Nachts aufgestapelt….die nächsten Tage ist Regen angesagt….Ich bin erst gegen 11 Uhr aufgebrochen, weil ich noch etwas Arbeit zu erledigen hatte. Die nette Kollegin, der ich die bearbeitete Datei zugesandt habe, arbeitet lustigerweise von Madrid aus. Da hatte es die Mail nicht so weit🙂.

Woher wussten die, dass ich hier vorbeikomme? 😀 Ansonsten ist die Strecke heute nicht so ganz toll. Ich fahre ca 20 km am Fuß des Gebirges entlang. Ich musste soweit nach Süden ausweichen, weil es in den Tälern weiter oben keine Querverbindungen in Richtung Osten gibt. Die Gegend ist karg und abgeerntet, steppenartig. Immerhin begleit mich eine nette Spanierin für 15 Minuten auf ihrem Sportrad. Sie ist 3fache Mutter von kleinen Kindern und diese mittägliche Stunde Auszeit nimmt sie sich täglich. Dafür darf ihr Mann morgens radeln….🙂. Wie schon gesagt: Echt sportlich die Spanier! Sie hat mich auf Englisch angesprochen und ich fand es wirklich schön etwas plaudern zu können.

Hinter Sabignanigo wird es dann ganz schauerlich zu fahren. Erst musste ich durch diese gigantische Autobahnbaustelle und dann noch 15 km auf einer breiten und vollen Nationalstraße Richtung Col de Pourtalet den Grenzübergang nach Frankreich. Werner und ich sind diese Straße 1987 auf dem Weg nach Gibraltar runtergefahren. Da war das alles noch recht beschaulich 😃.

In Sabignanigo habe ich 6 Eier in dieser hübschen Box gekauft….Vermutlich sind die von meiner HühnerTruppe vom Vortag😀. 4 kommen in die Pfanne mit Schinkenwürfel. 2 werden hartgekocht fürs Picknick….

Gegen 18.30 beginnt es gefährlich zu donnern und zu blitzen. Auf der 12 km langen Auffahrt zum Col de Cotefablo ist das hier der einzig brauchbare Zeltplatz etwas abseits der Straße unterhalb eines Feldwegs. Arg schräg, aber das kann man mit den leeren Packtaschen gut ausgleichen. Die Trockenmauer ist recht beeindruckend. Die Eier habe ich gerade noch draußen gebraten bekommen…essen musste ich wegen Regen im Zelt.

Die Nacht war ruhig. Allerdings hat sich irgendein gefährliches Raubtier 🙂 die Verpackung der Schinkenwürfel unter den Nagel gerissen. Als ich sie am Morgen in meinen Müllbeutel stecken wollte, war sie nirgends mehr zu finden.

2 Gedanken zu „Tag 6: Auf breiten vollen Straßen

  1. Ich kann mich noch düster daran erinnern, dass die Strasse von Col de Pourtalet auf der spanischen Seite schmal und etwas holprig war. Die Spanier haben ihr Strassennetz seit 1987 heftig ausgebaut. Letzten Herbst in Andalusien ist mir das auch aufgefallen. Für Fahrradfahrer ist das leider nicht immer toll. Du wirst aber sicher noch einige beschaulichere Streckenabschnitte finden.

    • Ich habe tatsächlich erst beim Blog schreiben gesehen dass dies die Straße zum Pourtalet ist. Also das war echt kein Vergleich zu damals. Zu den 15 km gab es jedoch nichts Alternatives. Es war auch schon halbwegs ok, ich fühlte mich sicher, Autos fuhren vorsichtig. Aber schön ist halt anders….😀

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